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Tschernobyl (Ukraine)

tschernobyl

Verstrahlte Sperrzone mit Blick auf den stillgelegten Atomreaktor

Noch jahrhundertelang wird das radioaktiv verseuchte Gelände um den Atomreaktor nicht bewohnbar sein. Auch die Auswirkungen fär die Menschen, die durch die radioaktive Strahlung von Stoffen wie Jod, Calcium und Strontium belastet wurden und noch, je nach Halbwertzeit, Jahrzehnte und Jahrhunderte belastet werden, sind noch nicht abzusehen.

tschernobyl

Kernkraftwerk Tschernobyl nach dem Unfall
(Informationskreis Kernenergie 1996)

Das AKW Tschernobyl liegt im weissrussisch-ukrainischen Waldgebiet am Ufer des Flusses Prepjet, der in den Dnjepr mündet.
Der Unfall im Kernkraftwerk Tschernobyl ist der folgenreichste Vorfall in der Ÿber 50-jährigen Geschichte der Kernenergienutzung. Die beträchtliche Freisetzung von radioaktiven Spaltprodukten fŸhrte zu einer starken Belastung der Rettungsmannschaften und der Bevölkerung in der Nähe des Standorts. In vielen Ländern der Welt waren die Menschen in den Tagen nach dem Unfall besorgt über die ungewissen Folgen dieses Ereignisses, was durch die zögerliche Informationspolitik der sowjetischen Behörden noch verstärkt wurde.

Um 1.23 Uhr am 26. April 1986 ereignete sich in Tschernobyl die bisher grösste Katastrophe in der Geschichte der zivilen Nutzung der Atomenergie. Ein grosser Teil des radioaktiven Inventars von Block 4 wurde bei der Explosion und dem zwei Wochen dauernden Reaktorbrand in die Atmosphäre geschleudert. Die radioaktive Wolke verbreitete sich in den folgenden neun Tagen über die Ukraine, Weissrussland, grosse Teile Russlands, die Türkei, Polen, Skandinavien, fast den ganzen Nahen Osten, Mitteleuropa bis hin nach Grönland und Neufundland. Der radioaktive Fallout der Wolke ist heute noch in Böden, Sedimenten, Wildfleisch, Früchten und Pilzen eindeutig nachweisbar. (Umweltnachrichten 67/96)

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überreste des Blocks 4 am 28. April 1986 (Foto: Sufarow)

* Umweltinstitut München: Rekonstruktion des Unfallhergangs in Tschernobyl
* Umweltinstitut München: Presseberichte 1986 zu Tschernobyl
* Virtual Net (Seite von Viktor Krammer)
* Monika Ganseforth: Bericht aus dem Sperrgebiet


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